Heute stand die Königsetappe an, auf den 127Km und 3000Hm gab es eigentlich nach gestern nur eines: Schadensbegrenzung in der Gesamtwertung! Nach den gestrigen Erlebnissen mit Kathrins Knie und der Tatsache, dass es auch der Physio nicht wegbrachte gingen wir mit gemischten Gefühlen an den Start heute.
Da die Fahrzeit 6 bis 7 Stunden betragen wird, haben wir entschieden, mal eher sachte zu starten und dann falls möglich später aufzudrehen, eine Überbelastung des Knies schon zu Beginn des Rennens hätte fatal sein können. So liessen wir zwei Mixedteams ziehen und konzentrierten uns nur um unsere „Sorgen“. Auf Rang 3 reihten wir uns ein, gemeinsam mit dem weiteren Schweizer Mixedteam Kuster/Holtkamp.
Die ersten 7Km führten im Sand dem Strand entlang, dies war schon ziemlich kräfteraubend und Kathrin spürte ihr Knie bereits, ich ahnte nichts Gutes! Danach begann das ständige Auf und Ab durch den Jungle mit vielen steilen kurzen Anstiegen. Da Kathrin fast nur mit dem linken Bein treten konnte, und wir in der Gesamtwertung nicht zu viel Zeit verlieren wollten gab es nur eines, ich musste Kathrin ziehen, ansonsten wären wir zu langsam gewesen. So hängte sie sich bei jedem Anstieg an meine Trikottasche und ich war sozusagen ihr rechtes Bein, das wurde dann noch recht hart gegen Ende der 3000Hm! Aber wir sind ein Team, sie musste mit ihren Schmerzen ja schliesslich auch leiden, und nur so kamen wir genug schnell voran.
So fuhren wir nach 6:42h endlich in George ein und kamen gemeinsam mit dem Team Kuster/Holtkamp überraschend doch noch auf Rang 2 ins Ziel, anscheinend waren wir das ganze Rennen auf Rang 2 und nicht wie gedacht auf 3 unterwegs.
Wir haben zwar einiges auf das Leaderteam an Zeit eingebüsst, aber nun zählt nur noch die Verteidigung des 2. Ranges in der Gesamtwertung. Wir sind optimistisch, dass wir dies morgen auf den letzten 98Km schaffen werden, sofern nichts mehr ganz schief läuft… aber wie hab ich zu Beginn des Rennens so schön gesagt, es ist ein langer Weg bis ins Ziel und sicher ist man erst, wenn man in „Paris“ angekommen ist.
Aber ich bin nun auch froh wenn das Ganze ein Ende nimmt, der Körper beginnt langsam zu rebellieren!
Unten noch drei spannende Fotos… die Szene ist nicht gestellt, alles echt! ;)


